So

13

Apr

2014

Deutschland - Schweiz

 

Deutsche Linkspolitiker und Rotmedien bekunden leider noch immer allergrösste Mühe mit demokratischen Volksentscheiden. Selbst dann wenn diese in einem freiheitlichen und souveränen Staat Namens Schweiz getroffen werden. Die Schweizer würden nur die wirtschaftlichen Vorteile der EU bevorzugen und der Freie Personenverkehr wäre des Teufels. Diesbezüglich werden die SchweizerInnen von dieser Seite her auch als Rosinenpicker verunglimpft. Auf den zweiten Blick scheint Deutschland aber von der Schweiz mehr Rosinen herauszupicken als umgekehrt. Im speziellen ist der Süden von Baden-Württemberg enorm wirtschaftlich von der Schweiz abhängig. Die Nachwehen zum Schweizer Volksentscheid vom 9 Februar 2014 gegen die Masseneinwanderung.

 

Das benachbarte deutsche Bundesland Baden-Württemberg hatte im März eine Arbeitslosenquote von 4,3%, oder 236.000 Arbeitslosen. Diese Arbeitslosenquote ist damit leicht höher als in der Schweiz. Gleichzeitig arbeiten 57.000 deutsche Grenzgänger aus Baden-Württemberg in der Nordschweiz. Damit ist es für Baden-Württemberg essenziell, ob das Ländle 57.000 Arbeistlose mehr oder weniger beherbergt. Ausser dem Fremdenverkehr und der Forstwirtschaft hat der Süden von Baden-Württemberg keine namhafte Industrie vorzuweisen. Damit sind die Jobs in der Schweiz im süddeutschen Raum äusserst begehrt. Die deutschen Grenzgänger bekommen in der Schweiz eher einen Job und höhere Löhne als in Deutschland. Damit haben diese zu Hause eine höhere Kaufkraft als die Arbeitnehmer in Deutschland. Die Schweizer Quellenbesteuerung für diese Grenzgänger von 4,5% ist geradezu lächerlich. Schweizer Unternehmen bezahlen auch 8% Mehrwertsteuer. Ausländische Firmen, die einen Auftrag in der Schweiz ausführen, hingegen nur bei einem Umsatz von mehr als 100.000 Franken. Dafür sind unsere Strassen im Grenzgebiet Werkstags mit Fahrzeugen aller Art aus WT, KN oder LÖ verstopft.

 

 

Dazu erwirtschaften viele Deutsche Firmen in süddeutschen Grenzorten 50, 60 oder gar 70 Prozent ihres Umsatzes mit Schweizer Kunden, bzw. in der Schweiz. Jeder Vierte aus dem Landkreis Waldshut ( 16.600) arbeitet in der Schweiz. Im weiteren haben die deutschen Gemeinden Hohentengen und Lottstetten mit jeweils 47,2% Prozent den höchsten Grenzgängeranteil. Die meisten Grenzgänger (rund 8.000) arbeiten im Kanton Aargau, an zweiter Stelle folgt mit rund 3600 der Kanton Zürich. 8900 Grenzgänger kommen aus dem Landkreis Konstanz. Bezogen auf das Oberrheingebiet pendleten 2012 aus dem deutschen Bereich 36.000 Personen in die Nordwestschweiz. Aus der gesamten Schweiz gingen dagegen nur rund 600 Personen nach Baden-Württemberg und 100 ins Elsass zum Arbeiten.

 

 

Der Landkreis Waldshut (alemannisch: Waldshuet) ist     einer der südlichsten Landkreise in Baden-Württemberg.   Er gehört zur Region Hochrhein-Bodensee im     Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Westen an den Landkreis Lörrach, im Norden an den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, im Nordosten an den         Schwarzwald-Baar-Kreis, im Osten an den Schweizer     Kanton Schaffhausen, im Südosten an den Kanton Zürich und im Süden an den Kanton Aargau. Im Süden bildet der Rhein die Staatsgrenze.

 

 

 

Die Schweiz ist der drittwichtigste Handelspartner der EU, nach den USA und China. Sechs Prozent ihrer Importe kommen aus der Schweiz, acht Prozent gehen in die Schweiz. Weiter ist zu erwähnen, dass wir für Deutschland der 8. wichtigste Handelspartner sind. Für Baden-Württemberg kommt es sogar noch dicker: Hier sind wir sogar der wichtigste Handelspartner für das Ländle. 

 

Nach dem ja zur SVP-Volksinitiative gegen Masseneinwanderung sorgen sich Politiker und Wirtschaftskreise in Baden-Württemberg um den Handel mit der Schweiz. Und auch bei der Energieversorgung ist Baden-Württemberg von der Schweiz abhängig. Der linke Umwelt- und Energieminister von Baden-Württemberg weibelt deswegen sogar innerhalb der EU für die Schweiz. Wer hätte das gedacht? 

 

Entlang des Hochrheins wurden bisher auch deutsche Gemeinden mit 11.000 Stromkunden von der Schweiz aus mit Strom beliefert. 

 

Auch Südbaden profitiert von Kloten

 

Aus dem deutschen Eintopf wird auch nicht alles so heiss gegessen wie es gekocht wird. Die Fluglärmbelastung süddeutscher Gemeinden durch den Flughafen Kloten muss man relativieren. Dass die Deutschen nicht 80% aller Anflüge möchten, kann man sogar noch verstehen. Aber dass die Deutschen die letzte Verhandlungslösung im Fluglärmstreit nicht akzeptieren, sprich noch weniger Fluglärm möchten, ist nicht plausibel. Es gibt in der Schweiz wesentlich mehr Deutsche die vom Flughafen Kloten gestört werden, als überhaupt Deutsche in den fraglichen Südschwarzwaldregionen leben. Immerhin sind 15% aller Kunden die den Flughafen Kloten benützen Deutsche. Im Jahre 2011 waren das immerhin schon 3,5 Millionen deutsche PassagiereÜber 6% davon stammen dann aus der süddeutschen Nachbarschaft. Ausserdem ist die Swiss als gewichtiger Mitbenützer des Flughafens Kloten eine deutsche Firma. 

 

Deutsches Taxi am Flughafen Zürich Kloten
Deutsches Taxi am Flughafen Zürich Kloten

 

Auf der anderen Seite ist es dann gar kein Problem, wenn täglich tausende von deutschen LKW's, PW'S und Grenzgänger unsere Hauptverkehrsachsen stark beanspruchen. Hierbei werden dann umliegende Dörfer und deren Bewohner mit massiven Abgas- und Lärmemissionen eingedeckt. So etwa im Urner Reusstal und der Leventina.

 

Leserkommentar im Südkurier von Dani Trächsel: " Der Südkurier will mich als eingewanderten Schweizer als Kunden respektiert aber nicht meine Meinung, ganze einfach alle schimpen über die Schweiz aber bei der Bahn von Schaffhausen nach Basel setzt man auf die Schweizer Finanzierung für die Elektrifierung, die Bahn nach Zell im Wiesental wird von der SBB betrieben, der Waldshuter Bahnhof wird mit der S-Bahn von Zürich bedient (...)"

 

Bleibt nur noch anzufügen, dass der Bahnhof von Lottstetten und Jestetten auf deutschen Boden von den SBB unterhalten werden!! 

 

Mehr zum Thema Personenfreizügigkeit und EU auf diesen hervorragenden Blogs:

Die Befreiung - 9.Februar 2014 - 50,3%!!

Schluss mit der Masseneinwanderung 

Die Schweiz braucht mit Kroatien keine PFZ

 

 

Aber es gibt noch ganz andere Schwierigkeiten mit dem deutschen Nachbar. Trotz Verbot gehen deutsche Taxis  auch auf Schweizer Boden ihrem Geschäft nach. Deutsche Taxis bedienen auch den Flughafen Kloten, obschon man sich als Deutscher doch über dessen Fluglärm beschwert. Der Streit darüber ist noch nicht endgültig abgeschlosen. Das deutsche Gewerbe entlang des Hochrheins profiert dann auch enorm von unserem Flughafen. Ein Person aus Waldshut die in den Urlaubt fliegt, benötigt nach Kloten nur 43 Minuten bei 42 Kilometer Fahrtstrecke Um den Flughafen Stuttgart zu erreichen braucht die selbe Person aber 129 Minuten und 180 Kilometer Wegstrecke! 

 

Wie du mir, so ich dir...

 

Seit dem Februar diesen Jahres müssen deutsche Pizza- und Fast Food Kuriere ihre Lieferungen an Schweizer Kunden verzollen. Die Schweizer Zollverwaltung erliess hier eine entsprechende BestimmungDass die Deutschen sich über diese Massnahme beschweren war zu erwarten. Die Bestimmung kommt einem Verbot gleich, da die deutschen Kuriere ihre Wahren nur noch zu Bürozeiten verzollen können. Die Betreiber von südbadischen Pizza- und Fastfood Firmen mussten daraufhin schon Personal entlassen, da 70% ihrer Kunden in der Schweiz wohnen, die meisten Umsätze Abends und am Wochenende gemacht werden, womit dieser Markt nun mit so einem Reglement wegfällt. Oder wer möchte schon gerne zu Bürozeiten seine Pizzas an der Grenze verzollen, damit der Schweizer Kunde nachher kalte Esswahren bekommt?

 

Auf der anderen Seite muss man sich auch die Frage stellen, ob Schweizer Unternehmer nicht selber schikaniert werden, wenn diese ihre Produkte nach Deutschland (EU) verzollen und abwickeln müssen? Schweizer Pizza- und Fast Food Produzenten müssen umgekehrt auch ihre Lieferungen verzollen, wenn diese nach Deutschland geliefert würden. Diesbezüglich sollten die Deutschen sich auch nicht über Vorschriften der Schweizerischen Zollverwaltung beschweren.   

 

Quelle: Südkurier
Quelle: Südkurier

Mehr zum Thema Personenfreizügigkeit und EU auf diesen hervorragenden Blogs:

Die Befreiung - 9.Februar 2014 - 50,3%!!

Schluss mit der Masseneinwanderung 

Die Schweiz braucht mit Kroatien keine PFZ

 

Die Massnahme der Schweizer Zollverwaltung ist übrigens legal. Warum auch sollten frisch produzierte Speisen beim Grenzübertritt nicht auch als Wahre verzollt werden?? Dabei kommt es auch nicht auf das Volumen und den Umsatz an. Ansonsten müsste man auch nicht mehr Tapletten bei der Ausfuhr in die Schweiz verzollen.

 

Gauck der Gaukler

 

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck bekundete neulich bei einem Staatsbesuch in der Schweiz Bedenken wegen der Direkten Demokratie. Was Gauck da aber empfindet ist nicht relevant, da ein deutscher Bundespräsident größtenteils nur rein repräsentative Befugnisse hat. Herr Gauck fürchtet sich davor, in einer Direkten Demokratie das Volk über " hochkomplexe Dinge " abstimmen zu lassen. So etwas würde auch Gefahren in sich bergen. Mit anderen Worten: Joachim Gauck erachtet das ( souveräne Schweizer ) Volk      als dumm und gefährlich!

 

Was sind das aber nur für Politiker die Angst vor dem (eigenen) Volk bekunden?! Sind die Politiker aber intelligent und seriös genug, um auch alleine über hochkomplexe Dinge zu entscheiden? Ich denke wohl eher nicht. Vor allem nicht wenn man sich die deutschen Politiker vor Augen hält. Hier gibt es wohl mehr dumme und gefährliche ZeitGenossen als draussen im gemeinen Volk.

 

Spielt es überhaupt eine Rolle was für ein Bild Joachim Gauck über die Schweiz hat? Bei Gutmenschen und " Intellektuellen " wie Gauck mag das eine Rolle spielen. Mal davon abgesehen das er auf fremden Boden dem eigenen Land die Direkte Demokratie abspricht. Viel wichtiger ist was die Schweizer für ein Bild über die Schweiz haben, die an demokratischen Entscheidungen teilnehmen und mehrheitlich nicht den linken Losungen mehr trauen. Das deutsche Volk deckt übrigens gleich und würde wie die Schweizer entscheiden. Zumindest in Bayern.

 

Darum auch das Schweizer Volksverdikt vom 9. Februar 2014, was auch ein Herr Gauck zu akzeptieren hat.

 

Fazit

 

Überall dort wo die Deutschen den Schweizern Rosinenpickerei vorwerfen, wird man innerhalb kürzester Zeit mit einem Gegenbeispiel fündig. Das erging mir bei den Recherchen zu diesem Thema nicht anders. Somit profitieren auch die Deutschen/Menschen in Baden-Württemberg gleichermassen von der Schweiz, wenn nicht noch mehr. Entweder vergessen das die Deutschen abermals, oder dann sind diese absichtlich falsch informiert. Mit einem noch selbstbewussteren Auftreten der Schweizer Politik gegenüber den Deutschen, könnte man dass ihnen vermehrt aufzeigen und in die Verhandlungswaagschale werfen. Vorausgesetzt wir schicken keine Weicheier und Duckmäuser nach Stuttgart und Berlin. Ansonsten muss das Schweizer Volk wieder für Einhalt und Ordnung sorgen. 

 

Die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland war schon immer nur eine politische und weniger eine kulturelle. Im Grunde genommen sind Deutschschweizer und Baden-Württemberger das selbe Volk. Mit den einzigen Unterschied dass man sich hier in zwei Stämme aufgespalten hat. Ähnlich wie bei den Indianern die Sioux und die Apachen. Begleitet mit zwischenzeitlichen Kavalleriegetöse im Hintergrund. So spricht man auch beiderseits der Landesgrenze am Hochrhein Höchstalemannisch.

 

Baden-Württemberg, insbesondere dessen äusserster Süden, hat mehr Schnittmengen und Gemeinsamkeiten mit der Schweiz, als mit jedem anderen deutschen Bundesland. Deshalb auch würden sich gerne etwa 50% der Einwohner im Ländle der Schweiz anschliessen wollen.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    michael schiller (Sonntag, 13 April 2014 13:22)

    Fluglärm, Taxis, Pizzen, SBB, Arbeitsplätze...
    was eigentlich noch alles ...

    Was zum Teufel hat sich der grosse Kanton überhaupt
    über irgendwas zu echauffieren. ??
    Mir schwant,
    dass D sich einstellende Verlustängste zu bekämpfen versucht.

    BW täte n Beitritt gut.
    Aber wie gesagt..: BEITRITT,
    das bedeutete eine Übernahme helvetischer Gesetze ohne(!)
    Veränderungen für Stamm-Helvetia.

    Wer hier die Rosinen pickt,
    dürfte spätestens nach dieser Berichterstattung klar sein.

    Grosser Kanton, besinne Dich eines Besseren und nimm Dir ein Beispiel...
    Ein Beispiel am Nachbarn,
    der s besser macht.

    Dem Verfasser herzl Dank für Nachrichten aus CH.

  • #2

    Peter Thommen Augst (Mittwoch, 16 April 2014 07:17)

    Die europäischen Politiker aller Couleur wissen ganz genau,wenn Westeuropa die gleichen demokratischen Rechte hätte,würde die EU und somit ihre politischen Pfründe der Vergangenheit angehören.Aber die europäische Classepolitique will ihre Vetterwirtschaft auf keinen Fall verlieren.Frage welches Volk hat mehr Intelligenz und vor allem Schneid?.

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