Die Schweiz braucht mit Kroatien keine PFZ


 

Kroatien wird vermutlich im Laufe das Jahres 2013 Mitglied der EU werden. Der Bundesrat denkt nun bereits vorauseilend über die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit mit Kroatien nach. Allerdings hat die EU die offizielle Schweiz bisher nicht einmal um diesen Schritt gebeten. Mit Kroatien werden wir aber nicht weniger Schwierigkeiten haben als mit den vielen anderen mittelosteuropäischen PFZ-Staaten. Darum sollten man die PFZ nicht auf Kroatien ausdehnen. Und mit diesem Nein könnten auch alle bisherigen Verträge hinfällig werden. Das wäre für die Schweiz von Vorteil. Dadurch kann man die fehlerhaften Verträge neu verhandeln

 

Es ist nicht so wie linke Medien suggerieren, dass kroatische Staatsbürger bisher nicht in die Schweiz einwandern konnten, nur weil wir mit Kroatien bislang keine PFZ hatten. Die Ankündigung des Bundesrates von letzter Woche, wonach wir nun auch mit Kroatien eine PFZ benötigen, weil Kroaten bisher bei der Einwanderung benachteiligt waren, ist absoluter Schwachsinn. Wenn dem so wäre, dann hätten wir nicht 33.000 Kroaten mit Wohnsitz Schweiz. Eingebürgerte wohl nicht mit eingerechnet. Für ein 4 Millionen Land wie Kroatien ist das eine stattliche Exilgemeinde.

 

Ausserdem kann man schon seit einigen Jahren zwischen beiden Ländern frei hin und her pendeln. Man kann in beiden Ländern Urlaub machen, sich niederlassen und Handel betreiben. Damit ist es eine Lüge der Linken und der Wirtschaftsverbände zu behaupten, wonach dies alles ohne die PFZ nicht möglich wäre!!  

Aber ähnlich wie bei anderen mitteleuropäischen Staaten, haben wir auch schon heute einige Probleme mit kroatischen Staatsbürgern. Es geht hier vor allem um die Bereiche Lohndumping, Schwarzarbeite, Kriminalität oder Integration. Natürlich gilt das nicht für alle Kroaten. Aber die Probleme sind vorhanden. Jetzt muss man sich einfach vergewissern, dass diese Probleme nicht kleiner werden, wenn alleine Kroatien im Oktober 2012 eine Arbeitslosenquote von 19,6% aufweist.

 

 

Korruption und mangelnde Pressefreiheit 

 

In Sachen Pressefreiheit (Nr.1 am besten, Schweiz 2011 Rang 8), lag Kroatien im Jahre 2011 auf Rang 68! Nicht gerade berauschend wenn man bedenkt, dass selbst  afrikanische Länder wie Botswana, Namibia oder Ghana viel besser abschneiden als Kroatien. Auch die meisten Länder in Mittelosteuropa lagen vor den Kroaten! 

 

 

Auch in Sachen Korruption ( Nr.1 am wenigsten, Schweiz ganz neu auf Rang 6 ) steht Kroatien nicht so gut da. Ganz aktuell auf Rang 62!! Estland, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Polen, Litauen und Lettland liegen vor Kroatien. Für die EU ist die Korruption aber ein wichtiges Kriterium!

 

 

Die EU hat ja selber gesagt, dass man Rumänien und Bulgarien zu früh in die EU aufgenommen hat, u.a auch wegen der Korruption. Im letzten Jahr (2011) belegten diese beiden Länder noch immer die Plätze 69 und 73!! Bei der Pressefreiheit die Ränge 47 und 80!! Bei der Korruption lag Kroatien also nur 1 Rang vor Rumänien und vier vor Bulgarien. Bei der Pressefreiheit war Kroatien gar über 20 Ränge schlechter als Rumänien.

Rumänien und Bulgarien sind auch schon 5 Jahre in der EU, liegen aber in Sachen Korruption immer noch auf den Plätzen 69 und 73!! Und diese Länder werden nicht erst zur Korruptionsbkämpfung seit ihrem EU-Beitritt aufgefordert, sondern schon Jahre davor! Gleich ist es dann auch mit Kroatien, dass schon seit 21 Jahren über unsere mitteleuropäischen Standards schwadroniert, von der EU auch schon seit Jahren zur Korruptionsbekämpfung gedrängt wird, mit geringem Erfolg!

Zu all diesen Aspekten stellt sich einfach die Frage: Sind nicht eher die Korruption, die Bürokratie, die organisierte Kriminalität und mangelhafte Rechtsstaatlichkeit das Problem, um mit solchen Ländern Handel zu betreiben und um dort zu leben, als die fehlende PFZ mit solchen Staaten??

Es geht auch ohne PFZ-Verträge

 

Auch bei der nächsten PFZ-Erweiterungsrunde mit Kroatien werden die Linken und die Wirtschaftsverbände wieder mit Lügen auftrumpfen. Wir könnten ohne PFZ mit Kroatien ( wie auch mit den übrigen PFZ-Ländern) keinen aufrechten Handel betreiben, uns nicht austauschen, nicht Ein- oder Auswandern und wären benachteiligt. Der selbe Schmarren wurde uns aber auch vor der Abstimmung über die PFZ mit Rumänien und Bulgarien erzählt. 

Dummerweise gab es aber schon vor dieser Abstimmung ( 2009) in Rumänien erfolgreiche Schweizer Unternehmer. Einer davon konnte auch ohne PFZ im Donaudelta eine Wertfirma aufbauen. Also ohne die PFZ. Er beklage sich über die Arbeitsmoral seiner rumänischen Angestellten. Dieser Umstand  wird auch nicht durch eine PFZ behoben. Ebenso wenig werden mit einer PFZ die Korruption, die Bürokratie und die Mentalitätsunterschiede in behoben. Von Estland bis Makedonien die selbe Problematik. Genau deswegen zahlen für die PFZ einen zu hohen Preis, weil entscheidende Dinge sich dadurch vor Ort nicht verbessern, unter Einbezug von Lohndrückerei, Schwarzarbeit und Kriminalität.

 

Wir sind schon 8 Millionen Leute und sehr klein
Wir sind schon 8 Millionen Leute und sehr klein

Fläche 41'285[5] km²

Einwohnerzahl 7'952'600[6] (31. Dezember 2011), davon 1'814'800 ausländisch (23 %)

Bevölkerungsdichte 193 Einwohner pro km²

Bevölkerungsentwicklung ▲ +1,0 %[6] pro Jahr

 

Total (nominal)                  636,0 Milliarden USD (19.)

Total (PPP)                        339,8 Milliarden USD (37.)

BIP/Einw. (nominal)           81'161 USD (4.)

BIP/Einw. (PPP)                 43'370 USD (26.)

Unter dem Strich würden wir also besser fahren, wenn wir endlich zur nächsten PFZ-Erweiterung Nein sagen stimmen würden. Dann würde wohl vermutlich das bisherige Vertragswerk von der EU aufgekündigt werden. Danach verhandeln wir jenen Verträge neu, die beiderseitig was bringen, vor allem mit unseren direkten Nachbarn, die problematischen mit den Oststaaten müssen korrigiert werden. 



Missbrauch der Begriffe

 

Man kann auch ohne PFZ mit Kroatien freundschaftliche Beziehungen, Kontakte und Austausch betreiben. Was heute unter den Sozi-Begriffen Globalisierung, Multi-Kulti und Kommunikation fällt, war früher ganz einfach die Immigration, die Völkerwanderung und der Aussenhandel. Auch ohne PFZ können noch genug Kroaten in der Schweiz und Schweizer in Kroatien ihre Pläne verfolgen. Das gilt auch alles für andere Länder. Man kann auch so noch Völkerfreundschaft betreiben und  die kulturellen und landschaftlichen Schönheiten hüben wie drüben geniessen. 

 

Mir müssen nun der PGF dringend Korrekturen vornehmen. Selbst die linke ETH muss heute zugeben, dass die PFZ unsere Kaufkraft nicht erhöht hat. Die Schweiz besteht eben nicht bloss aus Grosskonzernen, oder der Maschinenindustrie, für die Bundesrat Johann Schneider-Ammann immer mit der PFZ weibelte, sondern auch aus ganz anderen Schichten, die heute enorm unter der PFZ leiden. Unkontrollierte Masseneinwanderung, Schwarzarbeit, Lohndumping und Kriminalität sind heute wegen der PFZ auf dem Vormarsch. Sich immer nur auf Kosten anderer mit den Ellenbogen aufzustützen, ist eben total egoistisch und unfair.


Grenzenlose Offenheit und Selbtsbedienung??
Grenzenlose Offenheit und Selbtsbedienung??

Es bringt eben nichts, einige ausländische Spitzleute unter erleichterten Bedienungen heranzuholen, wenn damit auch auch gleichzeitig schlecht qulifizierte ausländische Unterschichten einwandern. Höchstens 50% der Ausländer, die jährlich einwandern, erbringen uns wirtschaftlichen Vorteil. Dafür heben wir immer mehr Ausländer in unseren Sozialwerken, die bei Bedarfsfall schon nach dem 1. Arbeitstag, voll daraus schöpfen können, obwohl gar nichts dafür ein bezahlt zu haben. Logisch bleiben dann immer mehr Hartz IV Empfänger und ausländische Arbeitslose hier, ob derartigen paradiesischen Zuständen!!

 

Nur wegen den CH-Studenten brauchen wir auch keine PFZ, nur damit diese noch leichter im Ausland studieren können, auf Kosten anderer. Schweizer Studenten konnten nämlich schon vor 30 Jahren locker im Ausland studieren. Und schon damals waren die Schweizer Unis mit Ausländern aus Ecken und Enden dieser Welt vertreten. Also Schluss mit der Egotour. Aber grotekserweise beklagt man sich heute über den Fachkräftemangel in der Schweiz, weil wir angeblich zu wenig Studienplätze haben. Aber logisch haben wir diese Miesere, wenn zu viele Ausländer unsere Studienplätze wegnehmen, hier ausgebildet werden und mit unserem Wissen später in ihre Heimat gehen.


 

Sinkende Lebensqualität für den Schweizer Mittelstand...

 

 

Weil unsere Bondereserven wegen der Masseneinwanderung immer spärlicher werden, verteuert sich dementsprechend auch der Miet- und Bodenpreis kontinuirlich. So ist es nicht weiter verwundelrich, dass z.B aus Zürich immer mehr Schweizer aus der Arbeiter- und Mittelschicht Richtung Aargau, Schwyz oder Obersee wegziehen, wo man ( noch ) günstiger leben kann. Eine Nettoeinwanderung von jährlich 70.000 Einwanderern entspricht der Grösse der Stadt St.Gallen (!) Das dadurch entstandene Chaos im Strassen-, Schienen- und Infrastrukturberreich ist hinlänglich bekannt.  
 

Michelin Calmy-Rey hat zudem das Stimmvolk belogen, in dem sie uns verkündete, wir könnten über jede Erweiterung der PFZ entscheiden, aber erst bei der Erweiterung Rumänien-Bulgarien offensichtlich wurde, dass dies eine Lüge war, weil man nicht eine Erweiterung ablehnen kann, weil damit  alle bisherigen Verträge hinfällig werden. Siehe Guillotine-Klausel!!

 

 

Aus all diesen Gründen müssen wir bei der PFZ mit Kroatien unbedingt Nein sagen. Dieser ganze PFZ-Moloch muss korrigiert werden!! Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!! 

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Roger Andenmatten (Samstag, 15 Dezember 2012 18:41)

    Diese Pro-swissness.ch-Seite ist mit Abstand die beste politische Seite des Landes. Diese Beiträge stimmen allesamt so genau und haarscharf analysiert, rechechiert, welche alles aufzeigt. KOMPLIMENT. Linksradikale schweigen hier feige, weil sie keine Gegenargumente haben. Nicht mal mein Liebling, welche dringlichst darauf pocht, dass man ihn per DU anschreibt weil er so geistig kindlich geblieben ist. Schade sind sie so feige, man würde sich gerne mit ihnen darüber unterhalten auf dieser Seite, wo nicht alles wegzensuriert wird, was nicht einer Linksaussen Meinung entspricht, wie auf verschiedenen anderen politischen Foren...

    Zum Thema. Ich bin sehr zuversichtlich wie das Volk begriffen hat wie es ständig angelogen wurde und die Befürworter nur mit Angstmacherei punkten konnten....Gerade jetzt wo die EU wieder Druck macht auf die Bilateralen sieht das Volk wie es von Linken belogen wurde!

  • #2

    swissness (Samstag, 15 Dezember 2012 19:16)

    Eines ist klar Herr Andenmatten: Das Ja-Lager zu PFZ-Abstimmungen ist von Abstimmung zu Abstimmung geschrumpft. Ob es die Verhältnisse schon bei der nächsten Abstimmung kehren wird weiss ich nicht. Auf jeden Fall haben die Linken ein Interessen daran, dass möglichst viele Ausländer eingebürgert werden, wo viele davon für die PFZ sind, damit ihre Brüder und Schwestern noch einfacher zu uns einwandern können. Natürlich auch in unseren Sozialstaat. Darum auch hatten wir bei der letzten Abstimmung 60% Zustimmung. Ohne dieses Segment wäre es für die Linken schon längst viel enger geworden. Und genau aus diesem Reservoir heraus können SP und Grüne ihre Verluste an Wählern etwas auskaschieren.

  • #3

    Franz W. Seibold (Sonntag, 16 Dezember 2012 09:29)

    Das kann nur bedeuten, dass wir uns künftig selbst der kroatischen Regierung unterwerfen (zu unterwerfen haben). Wie ich schon länger betone, unsere Regierung ist wegen den politischen Wirren, besoffen, "high" und ohnmächtig. Das kostet auch uns sicher wieder eine hohe Stange Geld die man diesen Taugenichtsen nach wirft. Kroatien schliesst sich sicher nur mit der Hoffnung der EU an um Geld zu kassieren,- was den sonst. Die offizielle Schweiz will wieder heuchlerisch, vorbildlich und kräftig mitmischen.

  • #4

    swissness (Sonntag, 16 Dezember 2012 13:57)

    Ganz richtig Herr Seibold, den Kroaten geht es nur um die Kohle. Die Kroaten hatten es 1991 satt immer nur für die Serben zu bezahlen. Das war dann einer der Gründe weshalb man aus Jugoslawien aussteigen wollte. Nun sollen dafür einfach andere Staaten für die Kroaten bezahlen. So einfach ist das!! Davor der Krieg, um aus einem undemokratischen System auszusteigen, die Freiheit und Unabhängigkeit, um nun wieder freiwillig in ein totalitäres System Namens EUdSSR einzusteigen!! Jugoslawien und UdSSR im Grossformat. Irgend wie Paradox, aber auch wir werden wieder für die Kroaten bezahlen müssen, wenn man sich nicht endlich dagegen wehrt!!

  • #5

    Urs (Dienstag, 05 Februar 2013 20:49)

    Die EU hat noch nicht mal angefragt und schon gibt es vorauseilenden Gehorsam in der Schweiz. Man kann nichtmal mehr von einem schleichenden EU-Beitritt reden. Den EU-Fetischisten im Bundesrat kann es gar nicht schnell genug gehen. Laufend wird EU-Recht übernommen, wobei das nur Auszüge sind, längst nicht alles: http://eu-kritik.ch/?cat=584

  • #6

    Maria (Dienstag, 15 Oktober 2013 19:25)

    @swissness zum Kommentar #4. Zu diesem Satz:"Die Kroaten hatten es 1991 satt immer nur für die Serben zu bezahlen. Das war dann einer der Gründe weshalb man aus Jugoslawien aussteigen wollte." Sagen sie mal, sind sie eigentlich noch ganz!? Das soll einer der Gründe sein?? Sie haben doch keine Ahnung! Nur ein kleiner unwichtiger Wicht, der hier falsche Sachen verbreitet. Kroatien wollte aussteigen, weil sie genug hatten! Genug vom politischen System im damaligen Jugoslawien. Man durfte keine eigene Meinung haben, ja nichts gegen das Gesetzt tun! Sonst würde man gleich im Gefängnis landen! Deswegen haben sie gekämpft! Für ihre Freiheit! Hier in der Schweiz führt ja jeder ein Schoggileben und beurteilt dann gleichmal über Sachen, die einen nichts angehen! Zu viele Leute sind damals für die Freiheit gestorben und sie wagen es solche Worte in den Mund zu nehmen?! Man hatte es satt zu bezahlen?! Ja klar, in der geizigen Schweiz gehts ja eh immer nur ums Geld. Schämen sie sich! Die Schweizer hätten ja die Hosen schon voll bevor sie in die Militärkleidung schlüpfen würden!!!

  • #7

    swissness (Dienstag, 15 Oktober 2013 21:12)

    Ja Liebe Maria, das war einer von mehreren Gründen, warum die Kroaten von Jugoslawien aussteigen wollten. Selbst Personen aus Ex Jugoslawien bestätigen mir, dass von den reicheren Gebieten des alten Jugoslawiens ( also Slowenien und Kroatien) das selbst erwirtschaftete Geld nach Belgrad/Serbien floss, dass wirtschaftlich den Slowenen und Kroaten hinter hinkte und zu einem guten Teil von dessen Geld lebte. Solche Transferprobleme kennen wir auch zwischen Nord- und Süditalien und innerhalb Spaniens. Das ist einfach eine Tatsache, auch wenn Sie ausfällig werden.

    Wir beurteilen hier auch nicht den Zerfall Jugoslawiens, sondern die Einwanderung aus diesem Gebiet in die Schweiz. Wie wir als Schweizer darüber befinden, kann Ihnen eigentlich schnurzegal sein, da wir ein unabhängiger und souveräner Staat sind. Es gibt einige Gründe die hier gegen eine verstärkte Einwanderung sprechen, nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Hinsicht.

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