So nicht!!

 

Neben der UBS und der Bank Wegelin haben anscheinend noch andere Schweizer Banken in den Verunreinigten Staaten von Amerika Gesetze gebrochen. In einem Deal der dem Bundesrat vorliegt soll die Sache nun zwischen den USA und den betroffenen Bankinstituten einvernehmlich geregelt werden. Ansonsten würde man solchen Banken sogleich die US-Lizenz streichen und diese endgültig zu Fall bringen. Laut diesem Deal soll das Parlament aber nicht über die Details dieses Abkommens informiert werden. Den US-Steuerfluchtburgen Delaware und Nevada tut dies derweil keinen Abbruch 

 

Dieser vorgeschlagene Deal der Amis kommt einem Diktat gleich, da das Schweizer Parlament dazu nur Ja oder Nein sagen darf, ohne aber den Inhalt zu kennen und ohne das dies durch ein ordentliches Vernehmlassungsverfahren und die Kommissionen mindestens bis zum Herbst seriös diskutiert und abgewogen werden könnte. Wenn das Parlament nicht auf das Geschäft eintritt, bzw. Details zum Abkommen dem Parlament bekannt würden, dann wäre laut den USA dieser Steuerdeal geplatzt und die betroffenen Banken am Messer.

 

Der Nationalrat ist nun aber auf das Geschäft nicht eingetreten und möchte darüber zuerst mehr Informationen und Bedenkzeit erhalten. Im Moment bietet man den USA also die Stirn. Die Banken überlegen unterdessen, ob sie auf den Deal, der ihnen ebenso nicht bekannt ist, eintreten, oder eben nicht.

 

 

„ An unserem Bankgeheimnis werdet

 Ihr Euch die Zähne ausbeißen“.

 Hans-Rudolf Merz/FDP.

 

Die Zähne sind noch ganz geblieben...



 

 


 



 

 

Schon nur an diesem Punkt muss man konsequent und resolut nein sagen. Intransparenz geht hier nicht an, das Parlament muss den Inhalt des Deals kennen. Zudem ist es besser, wenn 246 Parlamentarier darüber befinden und die Öffentlichkeit auch Kenntnis davon hat, als wenn lediglich 7 Bundesräte alleine darüber entscheiden!! 

 

 

ZKB und BKB im Fahrwasser der UBS

 

Für den einfachen Bürger und Kleinsparer stellt sich doch einfach die simple Frage, warum und wozu eine Schweizer Kantonalbank in den Verunreinigten Staaten von Amerika überhaupt geschäften muss?? Wenn schon eine UBS ( oder auch CS) dem unberechenbaren amerikanischen Rechtssystem nicht gewachsen ist, wie soll dann eine Kantonalbank dort sicher über die Runden kommen?? Die USA sind für unsere Kantonalbanken zwei Schuhnummern zu gross. In unserem föderalen System waren Kantonalbanken einst dazu gedacht, für die Bürger einfache Transaktionen über ein Konti anzubieten und abzuwicklen, dem Kleinunternehmer einen Kredit zu geben, oder dem Göttichind ein Sparkonto zu eröffnen. Und das alles im Wissen des Bankkunden, dass die Kantonalbanken eine Staatsgarantie haben.

 

Aber genau aus diesem Grund wurden wohl die ZKB und die BKB grössenwahnsinnig und grob fahrlässig. Kein vernünftiger Mensch hat den Kantonalbanken empfohlen in den USA zu geschäften. Deshalb sind nun sämtliche Bemühungen zu unterlassen, um nach der Swissair und der UBS nun auch noch Zürcher und Basler Kantonalbanken vor dem Bankrott zu retten. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!

 

Bundesrat Ueli Maurer/SVP hat vor zwei Jahren in einem Interview gesagt, dass man halt auch mal eine Bank hopsgehen lassen sollte. Ich finde das ein bemerkenswerter Vorschlag. Warum also nicht einmal bei den Kantonalbanken von Zürich und Basel?? Solche Banken werden nämlich nie und nimmer vernünftig, wenn man diese nicht einmal Pleite gehen lässt. Und das nun diese Player auf einmal auch too big to fail wären ist schon sonderbar. Noch vor kurzer Zeit tönte es diesbezüglich ganz anders.

 

Die Schweiz, Zürich und Basel würden bestimmt nicht untergehen mit dem Bankrott dieser zwei Banken, auch wenn dies mittelfristig massive Steuererhöhungen verursachen würde. Auf der anderen Seite wäre dies aber auch eine Selbstbereinigung des Bankenplatzes Schweiz, da es hier viel zu viele Banken gibt, die sich im heimischen Sektor nur gegenseitig die Kunden wegnehmen.

 

Aber vor allem muss man aus diesem andauernden Teufelskreis der Staatsinterventionen herauskommen. Macht man heute selbst vor den Kantonalbanken den Bückling, dann kann es morgen auch Novartis oder Nestle treffen, wenn diese Scheisse gebaut haben, da dies eben auch too big to fail sind. Je grössere eine Firma ist, desto eher kommt diese in den vollen Genuss einer Staatsgarantie/Staatsintervention, was neben bei auch wettbewerbsverzerrend ist. Das alles spricht gegen diesen Deal, auch wenn wir die Details noch erfahren werden!!

 

Die dreckige Doppelmoral von Onkel Sam

 

Prinzipiell hätte der Autor von diesem Blog nichts gegen eine Abschaffung des Bankgeheimnisses. Aber dann bitte auch sofort und       verbindlich für die Staaten Delaware, Nevada, Florida, Bahamas, Cayman IlandsJungferninseln, Panama, Kanalinseln, Singapur, Dubai, Zypern   Hong-Kong usw. Aber weil dies nicht der Fall ist, ist dieser entschieden dagegen. Es kann doch nicht sein, das wir nicht  gleich lange Spiesse haben wie die genanten Länder und ein Wettbewerbsnachteil davontragen. Aber ausgerechnet die Linken reden doch immer von Chancengleichheit!! Entweder haben alle Länder ein Bankgeheimnis oder dann niemand. Aber nicht so das einige ein Bankgeheimnis haben dürfen und andere nicht. 


 

Die USA sind jene die andere Länder wegen einem Bankgeheimnis am meisten unter Druck setzen. Umgekehrt ist es dann aber völlig in Ordnung, wenn im US-Staat Delaware genau das praktiziert wird, was nach US-Lesart bei uns nicht zulässig ist. Im Mexiko sterben dann auch jedes Jahr tausende von Menschen in einem brutalen Drogenkrieg. Das Drogengeld aus diesem schmutzigen Krieg wird dann u.a auf Banken in den USA deponiert und gewaschen. Gleichzeitig werden von US-Banken Sanktionen unterlaufen und indirekt auch Terroristen unterstützt. Noch Fragen Onkel Sam?! 

 

Das mit der internationalen Weissgeldstrategie von OECD und EU ist also ein Witz sondergleichen. Auch der vieldiskutierte automatische Informationsaustausch ist des Teufels Zeugs, da Länder wie die USA von anderen Staaten auf den automatischen Informationsaustausch beharren, aber selber keine Daten herausgeben. Damit wäre es eine einseitige Datenherausgabe und kein Datenaustausch.

 

Fazit

 

Es würde unserem Volk und der Schweiz gut tun, wenn wir endlich für gleich lange Spiesse kämpfen und nicht ständig den Bückling machen. Echte Schweizer machen vor dem faschistoiden Finanzimperialismus der USA keine Kniebeugen. Es macht keinen Sinn, wenn wir uns ständig immer schlechter machen, als dass was wir sind. Auch gegenüber Deutschland und Frankreich im Steuerstreit. Diese Staaten haben die selbe verlogene Doppelmoral in Sachen Geld wie Onkel Sam. Das es hier nur um einen Wirtschaftskrieg und um puren Neid geht, sieht man alleine daran, dass Hollande und Merkel US-Präsident Obama wegen seinen eigenen Steueroasen und dem US-Bankgeheimnis nie kritisieren. Warum wohl...?? 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Remo (Freitag, 30 August 2013 01:40)

    Zitat: "Prinzipiell hätte der Autor von diesem Blog nichts gegen eine Abschaffung des Bankgeheimnisses. Aber dann bitte auch sofort und verbindlich für die Staaten Delaware, Nevada, Florida, Bahamas, Cayman Ilands, Jungferninseln, Panama, Kanalinseln, Singapur, Dubai, Zypern Hong-Kong usw."

    Es ist in der Tat absolut lächerlich, wie die Schweiz am laufenden Bande einknickt. Erst Hans-Rudolf Merz und jetzt Eveline Widmer-Schlumpf. Man sollte ihr bald einmal Knieschoner kaufen.

    Gestern kommt die Meldung, daß die Schweiz ein Steuerabkommen mit der "Isle of Man" geschlossen hat. Also jetzt schließt die Schweiz schon Steuerabkommen mit Steueroasen ab.

    Wann stoppt eigentlich mal jemand diese Perversitäten?

  • #2

    swissness (Freitag, 30 August 2013 23:13)

    Knieschoner alleine genügen eben nicht. In Bundesbern leiden wohl viele Politiker unter Rücken- und Nackenschmerzen, da diese ständig den Bückling machen...

  • #3

    Reflective tape (Dienstag, 30 Juni 2015 05:18)

    danke, der artikel bringt es ziemlich auf den punkt. zum "fazit" gibt es nichts mehr anzufügen. cooler blog, weiter so!

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