Parteienserie: CVP - Qou vadis??

 

Die CVP verliert seit vielen Jahren Wähleranteile und Sitze in Parlamenten und Regierungen. Dazu gibt zahlreiche Gründe. Einer davon liegt in der Positionierung der CVP Richtung SP. Andererseits wissen die Wähler heute immer weniger für was das C der CVP überhaupt noch steht. Dazu politisiert die CVP immer mehr an den Leuten und der eigenen Basis vorbei. Kein Wunder wählen immer mehr enttäuschte und frustrierte CVP-Wähler die SVP. Die CVP verkommt zum Auslaufmodel.

 

Wie realitätsfremd die CVP politisiert sieht man derzeit an ihrem Nein zur SVP Volksinitiative gegen Masseneinwanderung. Die Gründe warum man diese Initiative unbedingt annehmen sollte und warum die Schweiz unter der Masseneinwanderung leidet, wurden hier schon ausführlich thematisiert.

 

Mit der Masseneinwanderung wird bekanntlich auch unsere Schweiz zersiedelt, was auch eindeutig zu Lasten unserer Kulturlandschaft geht. Ergo haben auch immer weniger Bauern etwas vom Kuchen, was von dieser Seite auch oft zu hören ist. Umso erstaunter nimmt man dann als Subventionszahler der Bauern zur Kenntnis, dass Markus Ritter/CVP, Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, der Parole seiner Partei folgt. Ritter ist zugleich auch CVP Nationalrat des Kantons St.Gallen. Von der CVP sind wir solche realitätsfremden Positionen ja leider gewöhnt. Aber so etwas vom obersten Schweizer Bauern zu hören, während seine Basis massiv unter dem Kulturlandverlust leidet, ist reichlich skurril. Hier wird eindeutig parteipolitisch argumentiert und nicht in Sinne der Basis des Bauernverbandes/Bauernverstandes.

 

Ein guter Grund warum man nicht mehr die CVP wählen sollte. Zu guten Glück denken nicht alle Sektionen des Schweizerischen Bauernverbands gleich wie Markus Ritter. Das Argument das mit einem Ja zur Initiative den Bauern die ausländischen Arbeitskräfte fehlen würden, ist blanker Unsinn.

 

Die Bauern finden auch ohne die PFZ jenes Personal das sie benötigen. Die Bauern würden zudem immer weniger Personal benötigen, wenn die Masseneinwanderung nicht gestoppt wird und immer mehr Landwirtschaftsflächen verschwinden. Bauern werden massiv subventioniert und sollten hier nicht ihre Eigeninteressen auf Kosten anderer Schweizer missbrauchen, damit diese die negativen Folgen der PFZ zu spüren bekommen. Eine PFZ für 20.000 Landwirtschaftshelfer, zum Preis des Lohndumpings, der Schwarzarbeit und der Überbevölkerung, ist eindeutig zu hoch und zu überrissen!

 

Laut Ritter würden dann auch nicht mehr als 4-5 Sektionen für die SVP Vorlage votieren. Nur sind es mit ZH, BE, AG, SH und TG bedeutende Sektionen, die Markus Ritter die Gefolgschaft verweigern, was dieser herunterspielt. Im weiteren würden keine weiteren Sektionen Parolen verfassen, so Ritter. Nur dumm das die grosse Mehrheit der Sektionen, die über die Vorlage Parolen verfassten, auch dafür votierten!!   

 

Interne Streitigkeiten und Steuererhöhungen

 

Reichlich absurd sind auch die Grabenkämpfe innerhalb der CVP, die neulich auch offen in Nationalrat ausgetragen wurden. Der CVP Partei-Vizepräsident Dominique de Bumann wurde offen von Kollegen aus der eigenen Fraktion attakiert. Der Westschweizer De Bumann vertritt nämlich die Mehrwertsteuer-Initiative von Gastrosuisse und ist auch in dessen Komitee. Gleichzeitig vertritt er als Vize der CVP auch deren Fraktions-Nein zur selben Vorlage. Das störte offenbar jene Kollegen die für die Vorlage waren und ihn deswegen attackierten.

Aber vor allem weiss der Wähler so nicht mehr was dieser CVP-Mann überhaupt noch vertritt. Oder für was die CVP überhaupt noch einsteht. Als Mann der vielen Hüte wäre Bumann bei dieser Frage besser in den Ausstand getreten, um nicht zum Buhmann zu verkommen. Viele Hüte tragen auch andere Politiker der CVP. Darüber hinaus sind auch oft Unstimmigkeiten zwischen der CVP und CVP-Bundesrätin Doris Leuthard einerseits, bzw. zwischen CVP-Bundeshausfraktion und Parteipräsident Christoph Darbellay andererseits auszumachen.

 

CVP-Politiker Conti und seine Nebeneinkünfte
CVP-Politiker Conti und seine Nebeneinkünfte

Es ist wiederum nicht ganz nachvollziehbar, weshalb die CVP sich lauthals als Familien-Partei brüstet, aber gleichzeitig mit der Fabi-Vorlage die Mehrwertsteuer erhöhen möchte und Pendlerabzüge streichen will, obschon doch sonst schon so viele Schweizer Familien unter der Flut von Steuern, Abgaben und Gebühren leiden. Unabhängig von den angekündigten Preiserhöhungen der SBB. Oder benützen Schweizer Familien und CVP-Wähler nicht die Bahn?? Da und dort den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zu stehlen ( wie auch mit der geplanten Ökosteuer und dem AKW-Verzicht), bringt in der Summe eben grosse Abstriche im Portemonnaie vieler Familien und Bürger. 

 

Immerhin haben einige Politiker in der CVP begriffen, dass die Familien in der Schweiz unbedingt zu stärken sind. Darum haben diese sich auch für die SVP-Familieninitiative eingesetzt. Mit der linken Positionierung in gesellschafts-politischen Fragen, verwundert es weiter nicht, wenn die CVP immer mehr Wähleranteile verliert. Vor allem in den katholischen Stammlanden.

Es leuchtet auch nicht ein, warum die SVP-Abtrünnigen von 2007 nicht gleich zur CVP überliefen, anstatt eine Partei zu gründen, die nur dem Namen nach neu ist, aber nicht in den Inhalten. Die BDP ist nämlich nur der protestantische Klon der CVP, mit Linksdrall zur SP.

 

Die Rest-CVP ist dann immer mehr in erbitterte Flügelkämpfe verstrickt und droht zwischen links und rechts aufgerieben zu werden. So kommt es schon einmal vor, dass im TV sich CVP-Politiker in Streitgesprächen untereinander bekämpfen. Eine Partei mit nur noch 12% Wähleranteil, die sich so zerstritten präsentiert, wir früher oder später zwischen Links und Rechts aufgerieben werden.

Der Solothruner CVP Kanstonsrat Rolf Späti vor dem CVP-Waterloo im Kanton Wallis vom 3. März 2013
Der Solothruner CVP Kanstonsrat Rolf Späti vor dem CVP-Waterloo im Kanton Wallis vom 3. März 2013

 

Für was dieses C bei der CVP überhaupt noch stehen soll ist mehr als fraglich, da schlichtwegs nicht mehr vorhanden. Ansonsten hätte die CVP z.B für die Anti-Minarett-Initiative plädiert. Das C der CVP steht heute vielmehr für Chaos und Copy, als für das Christliche!!

 

Mehr zum Thema erfährt man auch auf diesen lesenswerten Blogs:
 
http://www.rebellenzeitung.ch/index.php?article_id=96

http://www.pro-swissness.ch/2013/01/26/bayern-liegt-nicht-im-wallis/

 

http://www.pro-swissness.ch/2012/10/23/ein-waterloo-das-nur-bei-den-linken-stattfand/

 

http://www.pro-swissness.ch/2013/12/04/schluss-mit-der-masseneinwanderung/

 

http://www.pro-swissness.ch/2013/05/09/im-reich-der-linken-wahlverlierer-sch%C3%B6nredner-und-utopisten/

 

 

Zahlen und Fakten zur CVP

 

- 1987 besass die CVP in den Kantonsparlamenten 805 Sitze, heute sind es noch 469. Das einspricht einem Minus von 42%

 

- Die CVP erreichte 1991 bei den Nationalratswahlen einen Wähleranteil von 18%. 2011 sind es noch 12% Wähleranteil

 

- Die CVP hat im Kanton Zürich bei den letzten Kantonsratswahlen lediglich 5% Wähleranteil erreicht.

 

- Bei den Nationalratswahlen 1975 errang die CVP im Kanton Luzern noch 50% Wähleranteil. 2011 wurden es noch 27%.

 

- Mit bloss 7% Wähleranteil beansprucht die CVP im Kanton Basel-Stadt einen Regierungsratssitz

 

- Die CVP stellte 150 Jahre lang im Walliser Grossrat die Mehrheit dar. 2009 stellte dies noch 68 von 120 Grossratssitzen. 2013

 

- Wegen einem undemokratischen Wahlsystem gewann die CVP im Walliser Grossrat 2009 noch die absolute Mehrheit ( 68 von 130 Sitzen ) bei einem Wähleranteil von 48%.

 

- Noch in den 70er Jahren stellte die CVP in den Parlamenten katholischer Kantone die absolute Mehrheit.

 

- In den Urkantonen und im Wallis erhielt die CVP in den 70er Jahren teilweise bis zu 60% der Stimmen und Sitze.

 

- Der Kanton Wallis war bis 2013 der letzte Kanton der Schweiz der von einer CVP-Mehrheit im Parlament regiert wurde.

 

- Mit nur noch 14% Wähleranteil nach den Nationalratswahlen 2003 beanspruchte die CVP 2 von 7 Bundesratssitzen

 

- Im Vergleich zur Schweizerischen CVP erreicht dessen Schwesterpartei in Bayern noch 49% Wähleranteil und absolute Mehrheiten

 

- Auf Facenbook wird die offizielle Seite der CVP Schweiz von nur 1096 Personen gelinkt.

 

- Die sonst schon so arg gebeutelte CVP verlor 2013 bei Kantonsratswahlen 9 Sitze.

 

- Seit den Eidgenössischen Wahlen 2011 verlor die CVP bis Ende 2013 gar 22 Sitze in Kantonsparlamenten

 

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