Ein Waterloo für die BDP!!

 

Die BDP hat den Zenit überschritten. Die Niederlage der BDP bei den Berner Grossratswahlen war voraussehbar. Dennoch ist das Ausmass dieser Niederlage beeindruckend und gleicht einem wahren Waterloo. Die BDP verliert durch diese Wahl gleich 11 Grossratssitze. Ein massiver Rückgag von 25 auf 14 Sitzen. Der Wähleranteil verringert sich von 16% auf 11,2%. Die BDP war und ist nur eine reine Anti-SVP Partei und Sammelbewegung der Bundesrätin Evelin Widmer Schlumpf (EWS). Auch bei der BDP wachsen die Bäumles nicht unendlich weit in den Himmel.

Die BDP ist eine langweilige Partei ohne Visionen und politisches Profil. Deswegen wurde die BDP im Kanton Bern am Sonntag auch massiv abgestraft. Die Wähler erwarten von der BDP etwas 
mehr als   nur reines SVP-Bashing und EWS-Entertainment. Die BPD ist nur der protestantische Klon der CVP und genaus so farblos wie diese. Mit der BDP-Gründung war ausser Namen nach gar nichts neu an dieser " Partei".

 

 

Die BDP positionierte sich bisher laut eigener Aussage als eine Partei der Mitte. Doch was ist heute die politische Mitte? Die Mitte von kann für alles einstehen und doch für nichts .So kann sich heute jeder Tausendsassa mit einem liberalen Mäntelchen als Mittepolitiker bezeichnen. Aber schonnur die Auswahl des Parteinamens war naiv und einfältig, da man davon ausgehen darf, dass in der Schweiz bürgerliche Parteien ohnehin demokratisch sind. Sonderbar wenn man dann noch extra die Demokratie im Parteikürzel erwähnen muss. Wohl deshalb, weil man seinerzeit die demokratische Nominierung von Christoph Blocher an der DV ignorierte. Gutmenschen mussten dann die Demokratie nach der SVP-Abspaltung im Parteilogo extra hochhalten.

 

 

Die linken Medien widersprechen sich abermals. So lange die BDP der SVP schaden konnte, wurde die BDP von linken Medien in höchsten Tönen gelobt. Nach der grossen BDP-Niederlage in Bern tönt es nun plötzlich ganz anders, der BDP fehle das Profil, was aber schon seit deren Gründung der Fall ist. Die gleiche Kehrtwendung vollziehen nun auch die Politologen, die ihre BDP Meinung um 180° wenden. Aber gut so, wenn man hier vor den Wahlen in Graubünden und Glarus noch schnell das Pferd wechselt. Opportunismus pur. Die GLP wird auch nicht mehr so lange erfolgreich sein und so enden wie der LdU. Die glanzlosen GLP-Politiker scheitern meistens bei Exekutivahlen. Auf Kommunaler Ebene erleidet die GLP in den Legislativen bereits Sitzverluste, obschon Sitzgewinne überwiegen. Zumindest noch vorläufig. Als One-Man-Show mit blassen Jüngern wird auch die GLP längerfristig keinen Erfolg haben. Vor allem dann nicht wenn die Gottvaterfigur abhanden kommt...

 

Auch der Tagi wechselt um 180° die Meinung und distanziert sich von der BDP
Auch der Tagi wechselt um 180° die Meinung und distanziert sich von der BDP

 

             

Die BDP hätte bei der Berner Grossratswahl auch ohne Listenverbindung massiv verloren. Der BDP darf man aber einmal zu Gute halten, dass diese sich im Unterschied zur GLP, eben ohne Listenverbindung zur Wahl stellte, während die GLP fast immer Listenverbindungen eingeht, egal mit wem. Die meisten Siege der Grünliberalen wurden bisher nur mit Listenverbindungen erreicht. Aber auch Die BDP erzielte bis anhin die meisten Siege über Listenverbindungen. Dass die BDP stagnieren wird, zeichnete sich schon bei der Aargauer Grossratswahl 2012 ab. Hier konnte die BDP auf tiefen Niveau nur noch um zwei Sitze zulegen. Die deutliche Niederlage von BDP-Parteichef Martin Landolt bei der Ständeratsersatzwahl im Kanton Glarus war dann gemeinerweise schon wegweisend.

 

 

Neben der einstmaligen BDP-Hochburg Bern, bleiben der Partei noch die BDP-Hochburgen Graubünden ( Heimatkanton von EWS) und Glarus übrig. Im Kanton Glarus finden am 18.Mai Parlamentswahlen statt, am gleichen Tag in Graubünden Regierungs- und Parlamentswahlen. Sollte hier die BDP weitere Niederlagen erleiden, vor allem in Bündnerland, so wird dies das Ende der BDP einleuten. Mit noch weniher als 5,4% Wähleranteil auf national Ebene, ohne Dominanz in einem bevölkerungsreichen Kanton, wird die BDP so nicht mehr überlebensfähig sein.

 

Strahlemann Hans Grunder dürfte nach dem Berner BDP-Debakel das Lachen vergangen sein
Strahlemann Hans Grunder dürfte nach dem Berner BDP-Debakel das Lachen vergangen sein

 

Im Kanton Bern hat die SVP heuer auch mehr Wähelranteil und Sitze, als bei der Wahl 2010  nach der BDP-Sezession. Die Berner SVP hat auch mehr Wählerprozente und Sitze als die alte Berner SVP bei den Grossratsahlen 2006. Damit sind sämtliche Verluste durch der BDP-Abspaltung mehr als kompensiert. Und  auch alle Sitzverluste der SVP in den Kantonsparlamenten 2012 sind auch durch die jüngsten Wahlerfolge auch mehr als kompensiert.

 

 

Alles schaut nach Graubünden...

 

 

Sollten die BDP-Jünger dennoch im Kanton Graubünden bei den Parlamentswahlen nochmals erfolgreich sein, dann vermutlich wegen dem Wahlsystem, da der Grossrat im Mayorz gewählt wird und nicht im Proporz, wo zudem noch alte Seilschaften und Allianzen funktionieren. Der Wähleranteil lässt sich so auch nicht ermitteln im Majorz. Bei den letzten Nationalratswahlen erreichte die SVP aber in Graubünden 24,5% Wähleranteil, während die SVP im Grossrat nur 4 von 120 Grossratssitzen stellt, die BDP mit 20,5% aber deren 26 und die FDP mit 12% Wähleranteil gar 40 stellt, was nicht dem korrekten Abbild der Parteistärken entspricht. 

 

Die Bundesverfassung verlangt aber, dass bei Wahlen die Stimme jedes Wahlberechtigten ein ähnliches Gewicht hat. Eine Legislative im Majorz zu wählen, wo eine 12% Partei 40 Sitze hat, während eine 25% Partei nur deren vier, entspricht sicher nicht demokratischer Fairness. Aber logisch sind jene Leute im Büntner Volk dagegen, deren Parteien am meisten von diesem System profitieren.

 

Neben der einstmaligen BDP-Hochburg Bern, bleiben der Partei noch die BDP-Hochburgen Graubünden ( Heimatkanton von EWS) und Glarus übrig. Im Kanton Glarus finden am 18.Mai Parlamentswahlen statt, am gleichen Tag in Graubünden Regierungs- und Parlamentswahlen. Sollte die BDP weitere Niederlagen erleiden, vor allem in Bündnerland, so wird dies das Ende der BDP einleuten. Mit noch weniger als 5,4% Wähleranteil auf nationaler Ebene, ohne Dominanz in einem bevölkerungsreichen Kanton, wird die BDP so nicht mehr überlebensfähig sein.

 

In Galurs ist Landolt grandios gescheitert, im Kanton Bern seine Partei. Was folgt in Graubünden und Glarus zu zweiten?
In Galurs ist Landolt grandios gescheitert, im Kanton Bern seine Partei. Was folgt in Graubünden und Glarus zu zweiten?

 

Die Bündner FDP wäre der grosse Verlierer, wenn der Grosse Rat im Proporzsystem gewählt würde. Das zeigt eine Simulationsrechnung.Die Freisinnigen dürften 25 ihrer 40 Sitze verlieren, die derzeit stärkste Partei im Parlament käme hinter der SVP, der BDP und hinter SP und CVP – mit je 19 Sitzen – auf Rang fünf zu liegen, nur fünf Sitze vor den Grünliberalen. Grösster Profiteur des Proporzes wäre die SVP. Sie erzielte auf Anhieb 31 Sitze, 27 mehr als bisher. Die Bündner FDP wäre der grosse Verlierer, wenn der Grosse Rat im Proporzsystem gewählt würde. Das zeigt eine Simulationsrechnung. Der Freisinn verliert demnach 25 seiner 40 Sitze, die derzeit stärkste Partei im Parlament käme hinter der SVP, der BDP und hinter SP und CVP – mit je 19 Sitzen – auf Rang fünf zu liegen, nur fünf Sitze vor den Grünliberalen. Die BDP müsste immerhin auch zwei von 27 Sitzen an die SVP abgeben. Grösster Profiteur des Proporzes wäre die SVP. Sie erzielte auf Anhieb 31 Sitze, 27 mehr als bisher.

So oder so ist aber der 2. BDP Sitz in der Bündner Regierung wegen dem SVP-Kandidaten stark gefährdet.

 

Auch bei der BDP kocht man nur mit Wasser...

Seit ihrer Gründung  machte die BDP auch mit zahlreichen Skandalen und Fehltritten von sich reden.

 

BDP-Politiker Jürg Gehrig soll Mann mit dem Tod bedroht haben

 

http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Gehrig-soll-Mann-mit-Tod-gedroht-haben-29408675

 

 

Ein Ex BDP Politiker Jürg Gehrig muss in den Knast
 
http://www.blick.ch/news/schweiz/zentralschweiz/ex-bdp-politiker-muss-in-den-knast-id2472123.html

 

 

BDP-Politiker betätigt sich als Benzinklauer

 

http://www.blick.ch/news/schweiz/bern/bdp-politiker-stolpert-ueber-benzin-klau-147419

 

 

Ein Zürcher BDP-Politiker soll zu einem Mord angestiftet haben

 

http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/der-polizist-wollte-karriere-in-bern-machen-160288

 

 

Polizist und Killer gründeten BDP-Embrachertal

 

http://www.blick.ch/news/schweiz/polizist-killer-gruendeten-bdp-embrachertal-id73585.html

 

 

Wie sich BDP-ler selber zerfleischen

 

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/BDP-Zuerich-Gehaessiger-Streit-unter-Parteifreunden/story/30735562

 

Wie BDP-Grossrat Markus Koch aus der BDP hinaus geworfen wird

 

http://www.aargauer-bdp.ch/pdf/mm20090308.pdf

 

 

St.Galler BDP-Präsidentin wirft bereits das Handtuch

 

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/BDPPraesidentin-in-St-Gallen-hat-bereits-genug/story/15108473

 

Emmentaler BDP und FDP können nicht miteinander

 

http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/BDP-kuendigt-der-FDP-die-Liebe/story/16193785

 

 

St.Galler BDP kündigt Listenverbindung mit der FDP

 

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/tb-sg/art122380,2631688

 

 

Die BDP hat sich auch mit zwielichtigen Gestalten umgeben...

 

 

Mehr zum Thema Schweizer Politik und Parteien auf diesen

hervorragenden Blogs:

 

Im Reich der linken Wahlverlierer, Schönredner und Utopisten

 

Ein Waterloo das nur bei den Linken stattfand

 

125 Jahre SP - eine Partei demontiert sich selbst

 

Die $P als Partei der Besser- und Vielverdiener

Demokartie nach Belieben

Oskar Superstar

 

 

Fazit

 

Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber sie mahlen. Die BDP scheitert an sich selbst, was schon lange absehbar war. Eine BDP die nur immer der FDP und CVP nachplappert zieht ihre Wähler automatisch dahin. Eine BDP die auf Etiketten-Schwindel basierst kann auch durch eine GLP ersetzt werden. Wer wieder auf  altbewährtes setzen will kehrt zur SVP zurück.

 

Egoismus, Missgunst und Neid bringe keine Partei vorwärts. EWS und ihre Partei bezahlen für ihr Intrigen- und Karrierespiel einen hohen Preis. Die SVP und Christoph Blocher sind auch weiterhin nicht zu schlagen und bestimmen die politische Agenda. 

 

Von 16 Kantonsratswahlen seit den NR Wahlen 2011, gewann die SVP deren 12 in % und Sitzen, wohingegen SP/GP, CVP und FDP eine schlechtere Bilanz haben. Dazu mit wichtigen Siegen bei Exekutivwahlen. Die SVP verbuchte mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative überdies einen wichtigen Erfolg. Profil und Glaubwürdigkeit zahlen sich mittelfristig aus, SVP-Bashing und Opportunismus a la BDP eben nicht. Die BDP ist auch nur eine Sammelbewegung zur Wiederwahl von EWS. Die Wähler haben das geschnallt.

 

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